CITROËN 10hp
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Teilbild B14G

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Wie kommt man zu einem Oldtimer


Im Jahre 2011 ergab es sich mal wieder, dass ich im Internet nach Fotos von Oldies Ausschau hielt und auch mal wissen wollte, für wie viele Euros diese angeboten werden.
Also habe ich mal wieder ein Autoportal bemüht und die Jahresreihen vor 1960. Eingentlich habe ich nach einem Traction Avant sehen wollen, der war für mich schon seit langem ein sehr interessantes Auto - schon wegen der vielen innovativen Neuerungen und natürlich auch wegen der Optik. Also pauschal Citroen angeklickt und alles zeigen lassen was es so gab.

Dabei fiel mir das Foto auf  meiner ersten Seite auf, dazu noch der Text - unrestauriert, Motor läuft und viele zusätzliche Fotos. Einen so alten Oldi mit so großen Augen fand ich als Knirps schon toll. Jetzt war da einer greifbar nah.

Es ergab sich  kurz darauf ein geplanter Kurzurlaub in der Nähe des Standortes Köln, der zur gemeinsamen Besichtigung genutzt wurde. Mein Schatz hat da ja auch mitzureden. Schließlich wollen wir die meisste Freizeit gemeinsam verbringen.
Der Wagen sah und sieht (viel hab ich ja nicht daran verändert) für seine weit über 80 (Bj. 1927/28) erstaunlich gut aus. Schwitzwasser oder andere Feuchtigkeit haben auf Polstern und Holz Spuren hinterlassen, der Stoff für den Fußbereich (unten an den Türen und Teppich) war wohl ein Leckerli für Motten und Co. Die Karosserie (Kunstleder auf Holzrahmen) ist in einem erstaunlichen Zustand. Die vernickelten Teile waren leider alle sehr aufgeblüht. Die Bleche wenig Rost, einige irgendwann schon mal nachlackiert. Glühlampen zum Teil noch original Citroen, Fernlicht gelb überlackiert (nachträglich) - schließlich war erst ab 1936 das gelbe Licht vorgeschrieben. Keinerlei erkennbare Änderungen oder Nachrüstungen - soweit ich bis jetzt beurteilen kann.                                     Siehe Fotos ...... B14G Köln (Diashow1)    B14G Köln (Album1)   

Nach eingehender Beratung und Festlegung, dass das Auto nicht Lebensmittelpunkt wird, wurde der Erwerb beschlossen.
Der Transport und die Kunstlederbespannung bereiteten uns einiges Kopfzerbrechen. Ich wollte den Wagen nicht mit einem offenen Transport durch das halbe Land kutschieren (oder lassen).Alle mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten hätten einen großen Zeit- und Kostenaufwand bedeutet. Wir entschieden uns  gegen den Zeitaufwand und ließen den Wagen im geschlossenen Fahrzeug transportieren, was hervorragend klappte.
Der B14G wurde in der Garage des Familienautos eingelagert, das darf  jetzt im Freien übernachten ......

Es gab auch schnell die Idee, das Auto für ein bevorstehendes Ereignis zu nutzen.

Schon bald hatte der B14G einen Spitznamen  - Schokocitrone ....

>>>>>>>>>>>> Hier wird noch was ergänzt.

Bis hier muss noch ne Menge geschrieben werden. Aber nach der Instandsetzung und seinen ersten Fahrten gab es im Herbst 2012 noch ein Fotoaktion. Die will ich hier nicht vorenthalten.
                            Siehe Fotos ...... B14G Eberswalde (Diashow2)    B14G Eberswalde (Album2)   




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Die Geschichte des Fahrzeuges

Bis jetzt kann ich nur die jüngere Geschichte des B14G beleuchten.
Ich habe ihn Ende Juli 2011 erstanden. Alles weitere danach siehe diese Seiten.
Bis dahin stand er bei einem Sammler in der Nähe von Köln. Herr E. mag sehr alte Autos, möglichst unrestauriert und fahrfähig. Die wichtigsten Sachen setzt er ebenfalls selbst in Stand. Aber wie er mir verriet, sind Zündung und Vergaser die Dinge, die er nicht so gerne macht. Im Falle des B14G kann das der Grund gewesen sein, warum er ihn wieder nach relativ kurzer Zeit weiterverkauft hat.
Davor war der Wagen ab Mai 1999 in Privatbesitz in Holland. In diesem Jahr nämlich kaufte der Holländer Herr V. das getaxte Fahrzeug dem Autotron Beheer b.v. ab.
Hier verliert sich bis jetzt die Spur der Vorbesitzer.
Erwähnenswert ist noch, dass mir das letzte dem Fahrzeug zu seinen aktiven Zeiten zugewiesene Kfz-Kennzeichen bekannt ist - "654 BU 35". Ob die ältere Nummer, die auf dem hinteren durchleuchteten Kennzeichen übermalt wurde, auch zu dem Fahrzeug gehörte ist ungewiss - "95-L-56"
Die zweite Nummer ist noch vorne auf der Karosserie vorhanden und wie gesagt über die erste Nummer auf  dem hinteren durchleuchteten Nummernschild drübergemalt.
Ich würde mich freuen wenn mir jemand einen Tip geben könnte, ob, wie und wo man in Frankreich in Archiven o.ä. solche Kennzeichen abfragen könnte. Es könnte natürlich sein, dass das Fahrzeug in einem Nachbarland zugelassen war. Vielleicht kann man ja noch ein wenig Geschichte erfahren, vielleicht sogar wie lange er noch aktiv in Betrieb war. Da jedoch weder Blinker noch andere Dinge nachgerüstet wurden, wird er wohl maximal 25 Jahre aktiv am Verkehr teilgenommen haben. Im ländlichen Bereich vielleicht auch länger .... ?!



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Technische Daten

Hier habe ich die wichtigsten bisher von mir ermittelten Daten hinterlegt. Im wesentlichen stammen diese aus Citroen-Unterlagen.

zur Datentabelle (PDF) >

Citroen B14 Technische Informationen




Herstellungsjahre Okt. 1926 – Okt. 1928
Fahrgestellnummern 1926 B14 250.000 bis 260.000
Fahrgestellnummern 1927 B14F 260.001 bis 310.000
Fahrgestellnummern 1927 B14G 310.001 bis 324.800
Fahrgestellnummern 1928 B14G 324.801 bis 368.159




Anzahl der Gänge 3 + Rückwärtsgang
- Übersetzung 1. 0,312
- Übersetzung 2. 0,54
- Übersetzung 3. 1
- Übersetzung Rückw. 0,235
Tellerrad x Ritzel 10 x 49
Federung 1 / 2 elliptische Blattfedern
Dämpfung Reibungsdämpfer
Benzinpumpe keine
Wasserpumpe keine
Bereifung B14 (F) Heel Band 730 x 130
Bereifung B14 G 13 x 45 (740 x 149)
- Reifendruck vorn 1,75 bar (2,00)
- Reifen hinten 2,25 bar
Sturz 1 º 9 '
Nachlauf 1 bis 2 º
Spur 5 bis 6 mm
Bremsen Trommelbremsen an allen vier Rädern
Handbremse auf Hinterräder wirkend
Bremssystem Seilzug - mit Bremskraftverstärker System Westinghouse ab B14G
Größen:  
- Radstand 2,87 m
- Radstand Familie 3,05 m
- Spurbreite 1,23 m
Länge (CI) 4,00 m
Länge Familie 4,18 m
Breite 1,41 m
Höhe 1,80 m




Gewicht Chassis 710 kg
Gewicht B14 1050 kg
Gewicht B14F / G 1100 kg
Ölmenge Motor 4 Liter
Ölmenge Getriebe ca. 1 Liter
Ölmenge Achsgetriebe ca. 1,5 Liter
Kühlmittelmenge 8 Liter
Tankinhalt 30 Liter
Höchstgeschwindigk. 80 km / h




Zylinderkopf Gusseisen
Abgang Kühlwasser B14 u. B15 beim ersten Zylinder
B14G u. B15G zwischen dem 2. u. 3. Zyl.
Anzahl der Zylinder 4
Bohrung 70 mm
Hub 100 mm
Hubraum 1538 ccm
Steuerliche PS 9
Echte PS bei U/min 22 / 2300
Zündung Magnetzünder
Zündfolge 1-3-4-2
Zündkerzen /Kontaktabstand Bosch M8AC, Champion-7 / 0,4 mm
Unterbrecher 0,4 mm
Zündzeitpunkt 3 mm vor OT




Solex Vergaser 26 BFHG 26 HBFG 26 GHF
- Hauptdüse 100 100 105
- Mixer 51 230 220
- Leerlaufdüse 55 50 45
- Ab Luftdüse 4,5 4,5 4,5
- Benzindüse 140 140 140
- Schwimmer Gewicht 26 gr. 26 gr. 26 gr.
- Schwimmernadel ø 2 2 2
Kupplung Einscheiben-Trockenkupplung
- Druckfedern 6

- Länge 48 mm

- Außendurchmesser 18,5 + 0,5





Ölsorten
SAE alt Oldtimeröl für den Sommer
- Mobiloil "A" (halbflüssig) Motoröl SAE 30 SAE 40-50
- Mobiloil "C" (dick) Getriebeöl SAE ??? SAE 140
- Mobiloil "CC" (Fett) Schmierfett

- Mobiloil Arctic (flüssig) Motoröl Winter SAE 20
SAE 30 ?
- Huile Vaseline Vaselineöl oder Knochenöl / Rinderfussöl

- Pétrole Petroleum







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Bremskraftverstärker
Der Bremskraftverstärker System Westinghouse

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